2021

Ausbildung

Die Ausbildung und Leistungsnachweise richten sich an den von Bundesland zu Bundesland gültigen Prüfungsverfahren. 

Nach erfolgreicher Abschlussprüfung erhält das Gespann eine offizielle Bestätigung/Zulassung als Kadaver-Suchhund und ist somit bundesweit einsetzbar.

Nehmen Sie Kontakt zu den AusbilderInnen in Ihrem Bundesland auf. Soweit vorhanden finden Sie entsprechende Kontakte auf der Seite Ihres Bundeslandes.

Bis auf Weiteres sind wir Ihnen bei der Kontaktvermittlung gern behilflich.

Voraussetzungen & Eignung (Beispiel Hessen)

Anforderungen an die Hunde:

Geeignet sind Jagdhunde aller Rassen und Rassegruppen, die folgende Eigenschaften erfüllen:

Die Hunde müssen:

  1. im Buschiermodus arbeiten
  2. am Wild abrufbar sein
  3. gefundene Kadaver anzeigen / verweisen
  4. über eine ausreichende Kondition verfügen
  5. sehr gut im allgemeinen Gehorsam stehen
  6. bundeslandabhängige Brauchbarkeit erforderlich - siehe z.B. Land Brandenburg = Stöbern

 

Testverfahren:

  1. Zur Feststellung der Eignung wird ein standarisiertes Testverfahren eingesetzt. Die Prüfer werden vom Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (Oberste Jagdbehörde / Veterinäramt ausgewählt. Sie müssen über ausreichende Erfahrung im Hundewesen verfügen.
  2. Jeder Hund soll 2 Suchlagen absolvieren.
  3. Die Suchlagen finden in unterschiedlichem Gelände mit unterschiedlichem Bewuchs statt, die Suchfläche ist nicht größer als 1 ha.
  4. Bei jeder Suchlage wird eine definierte Flächengröße abgesucht.
  5. Für jede Fläche wird eine maximale Suchzeit vorgegeben.
  6. Bei jeder Suchlage werden zwischen 1 und 5 Suchgegenstände ausgelegt.
  7. Die Suchgegenstände stammen ausschließlich vom Schwarzwild und bestehen in der Regel aus Häuptern, Schwarten oder ganzen Stücken ( Tieren) in unterschiedlichen Verwesungszuständen.
  8. Die Ablagestellen der Suchobjekte werden mittels GPS- Koordinaten festgehalten.
  9. Die zur Arbeit eingesetzten Hunde tragen während der Arbeit ein GPS-fähiges Sendehalsband. Ein dazu kompatibler Empfänger befindet sich bei den Prüfern. Selbstverständlich darf der Hundeführer einen eigenen Empfänger mitführen und einsetzen.
  10. Hat der Hund einen Suchgegenstand gefunden und angezeigt, so hat der Hundeführer dies den begleitenden Prüfern mitzuteilen. Diese registrieren den Fund.
  11. Hat der Hundeführer die ihm zugewiesene Fläche abgesucht, so hat er dies den Prüfern mitzuteilen. Der Eignungstest ist somit beendet.

Er endet jedoch spätestens mit Ablauf der vorgegebenen Zeit.

  1. Als Bewertung der Suchen gibt es nur die Benotung „Einsatzfähig“ oder „ Nicht Einsatzfähig“.
  2. Bewertet werden als Teamleistung sowohl die Leistung des Hundes als auch die des Hundeführers.
  3. Eine zweimalige Wiederholung des Tests ist möglich