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2021

Aktuelle Informationen zur ASP

Die derzeit am stärksten betroffenen Bundesländer sind Brandenburg und Sachsen.

Damit Sie einen genaueren Überblick zur aktuellen Situation haben hier der Web-Link zum Friedrich Löffler Institut / Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit.

https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/afrikanische-schweinepest/karten-zur-afrikanischen-schweinepest/ 

Alle hier veröffentlichten Informationen sind aus frei zugänglichen Quellen zusammengetragen.

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Hinweis zur Karte: 

Karte befindet sich auf Webseite des Friedrich-Loeffler-Instituts in Deutschland / Anzeige Stand September 2020, 816 Fälle bei Wildschweinen, Stand 12.03.2021

Die Bundesländer

Die Auflistung erfolgt alphabetisch.

Die aktuell betroffenen Bundesländer sind Brandenburg und  Sachsen 

Baden Würtemberg

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Bayern

Neben dem Ziel, Wildschweine zu dezimieren, wird noch eine Strategie verfolgt: Kadaver von möglicherweise an der Afrikanischen Schweinepest verendeten Wildschweinen schnell aufzuspüren. Der Freistaat baut dazu in Kooperation mit Jagdverband und Hundeverbänden im Nürnberger Raum eine neue, sogenannte "Kadaver-Such"-Hundestaffel auf. 

Der Landesjagdverband Bayern e.V. weist darauf hin, dass die Ausbildung solcher Hunde einige Zeit in Anspruch nehme. Erst wenn die Seuche in Bayern aufgetaucht sei, könnten diese dann zum Einsatz kommen.

Für den Aufbau der Hundestaffel stellt das Umweltministerium 150.000 Euro zur Verfügung. Umweltminister Thorsten Glauber sieht den Freistaat mit diesen Maßnahmen gut gerüstet für einen möglichen Ausbruch. Im Haushalt 2021 seien noch einmal neun Millionen Euro zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest vorgesehen.

In einem Pilotprojekt hat der Landesjagdverband Bayern e.V. zusammen mit dem JGV Bayern bereits fünf Hunde erfolgreich nach dem beantragten Konzept ausbilden können.

Berlin

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Brandenburg

In Brandenburg ist das am stärksten betroffene Bundesland. Nahezu täglich werden dort im Rahmen weitreichender Suchaktionen Wildschweinkadaver gefunden. Diese Suchen werden sowohl von ausgebildeten ASP-Suchengespannen, als auch durch den Einsatz von speziellen Wärmebild-Suchdrohnen gefunden.

Die ersten infizierten Wildschweine wurden nur wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt in den Landkreisen Spree-Neiße und Oder-Spree die Afrikanische Schweinepest (kurz: ASP) festgestellt. Der erste Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest beim Schwarzwild in Deutschland ist amtlich vom Landkreis Spree-Neiße am 10. September 2020 festgestellt worden.

Die Maßnahmen zum Schutz vor einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest laufen im Land Brandenburg auf Hochtouren. Oberstes Ziel ist es, die Tierseuche auf ein möglichst kleines Gebiet einzudämmen und zu verhindern, dass diese sich ausbreiten kann.

Um die Fundorte wurden sogenannte Restriktionszonen eingerichtet, in denen verschiedene Maßnahmen umgesetzt werden.

Hier geht es zu den aktuellen Web-Links für Brandenburg:

Bremen

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Hamburg

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Hessen

Der Hessische Landesjagdverband hatte sich im vergangenen Jahr bei der Abteilung Veterinärmedizin im HMUKLV für eine praxisnahe Lösung zur Ausbildung und Prüfung von Kadaversuchhunden eingesetzt.

LJV-Geschäftsführer Alexander Michel begrüßte die Gespanne und überreichte jeweils eine orangefarbene Schildmütze sowie ein LJV-Sitzkissen und überbrachte gleichzeitig die Grüße von LJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Ellenberger. Michel dankte ebenfalls den Gespannen für ihren Einsatz und besonders Vize-Landrat Jürgen Kaufmann für die Unterstützung und Wertschätzung dieser wichtigen Arbeit. Dem Schwalm-Eder-Kreis, so Vize-Landrat Kaufmann, ist die ASP-Prävention ein großes Anliegen, da der Ausbruch der ASP fatale Folgen nicht nur für Land- und Forstwirtschaft sowie die Jagd haben kann, sondern auch volkswirtschaftlich zu immensen Schäden führen wird.

LJV-Geschäftsführer Michel zeigte den nicht immer einfachen Weg im Vorfeld der Kadaversuchhundeausbildung und -prüfung auf, dankte aber insbesondere dem Leiter der Veterinärmedizinischen Abteilung, Dr. Thomas Fröhlich. 

Acht Wochen Ausbildung, mit bis zu vier intensiven Trainingseinheiten pro Woche (gesamt 32 Einheiten à 3-4 Stunden pro Hund), liegen nun hinter den Gespannen. Folgende Hunderassen wurden u. a. ausgebildet und geprüft: Deutsch Drahthaar, Deutscher Wachtelhund, Steirische Rauhaarbracke, Tiroler- und Deutsche Bracke, Laika sowie Basset Fauve de Bretagne. 

Mecklenburg-Vorpommern

Im Fall eines ASP-Ausbruchs, dessen Gefahr durch anthropogenen Einfluss allerdings weitaus größer als durch Ansteckung in der Schwarzwildpopulation ist, drohen den Schweinehaltern dramatische Folgen. Um dieser Gefahr wirksam zu begegnen forderte der Landtag Mecklenburg-Vorpommern die Landesregierung im Oktober 2017 auf, alle notwendigen Maßnahmen, insbesondere im Bereich des Transitverkehrs und der Jagdausübung, zur Abwehr der ASP zu ergreifen. Hierzu zählte insbesondere der Auftrag zur drastischen Reduktion der Wildschweinpopulation. 
Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt (LM) beschloss daraufhin ein umfangreiches Paket an ASP-Jagdmaßnahmen, zu denen maßgeblich die Gewährung von Aufwandsentschädigungen für Schwarzwildabschüsse und revierübergreifende Jagdhundeeinsätze gehören. Diese Maßnahme ist das Rückgrat des gesamten ASP-Maßnahmepaketes in M-V, zu dem folgende weitere Maßnahmen gehören:


1. Aussetzung des vom 11. Januar bis 31. Juli geltenden Drückjagdverbotes für zunächst drei Jahre,
2. Koordinierung revierübergreifender Drückjagden durch die Forst- und Nationalparkämter,
3. Erhöhung der Anzahl von Ansitz-Drückjagden auf Schwarzwild,
4. Bejagungsschwerpunkt bildet Abschuss von Frischlingen und reproduzierenden Bachen,
5. Unterlassen von Freigabebeschränkungen auf gemeinschaftlichen Jagden mit Ausnahme der geschützten Muttertiere,
6. Zulassung von Ausnahmen von Beschränkungen der Jagdausübung in Schutzgebieten,
7. Verzicht auf Standgelder und Jagdbetriebskosten bei Jagdbeteiligungen in den Forstämtern für Ansitz-Drückjagden mit Schwerpunkt Schwarzwild,
8. Möglichkeit der unentgeltliche Abgabe von Frischlingen an Erleger oder Jagdhelfer seitens der FoÄ und NPÄ,
9. Durchführung von Fortbildungsmaßnahmen Jäger/Landwirte zwecks gegenseitiger Unterstützung,
10. Betreiben tierschutzgerechter Saufänge,
11. Ausnahmen von sachlichen Jagdverboten.

Die Aufwandsentschädigungen für Schwarzwildabschuss und Hundeeinsatz sollen pauschal den Mehraufwand für den jagdlichen Einsatz der Jäger und Jagdhunde (einschl. Trichinengebühr) und die Mindereinnahmen durch den Preisverfall aufgrund höheren Wildbretaufkommens abdecken.

Niedersachsen

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Rheinland-Pfalz

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Saarland

Die saarländischen Behörden bereiten sich bereits seit zwei Jahren mit vielfältigen Maßnahmen auf einen möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) vor. Ein wichtiger Aspekt zur Bekämpfung der Seuche ist das schnellstmögliche Auffinden und Entfernen verendeter Wildschweine.

Im Saarland stehen dafür jetzt speziell geschulte Suchhunde zur Verfügung, die, anders als Jagdhunde bei der Stöberjagd oder Nachsuchehunde bei verletztem Wild, in der Lage sind, an Schweinepest verendete Wildschweine im Gelände schnell zu finden.

In Zusammenarbeit mit der Vereinigung der Jäger des Saarlandes (VJS) und einer privaten Hundeschule hat das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz als oberste Jagdbehörde ein Ausbildungsprogramm und eine Prüfungsordnung für dieses neue Aufgabengebiet erarbeitet. Wertvolle Unterstützung erhielt die Arbeitsgruppe vom Leiter der Hundestaffel der Bundespolizei in Koblenz. Die ersten sechs Hunde haben den Lehrgang inzwischen absolviert und jetzt auch die Prüfung bestanden. Sie können künftig im Fall der Fälle als Kadaver-Suchhunde eingesetzt werden.

Minister Reinhold Jost freut sich über diesen Ausbildungserfolg: „Dieses Ergebnis, dass alle Hunde den Test bestanden haben, ist einem erfreulich guten Zusammenspiel von VJS, Polizeihundeausbilder, Hundeschule und unseren Fachleuten zu verdanken. Aber all dies wäre überhaupt nicht möglich gewesen, wenn nicht Privatleute aus Interesse, ihren Hund in eine sinnvolle Ausbildung zu bringen, über Monate ihre Freizeit aufgewendet hätten, um Ausbildung und Abschlusstest zu absolvieren.“ Dank dieses großen Engagements stünden dem Saarland, als erstem Bundesland überhaupt, nun geprüfte Kadaver-Suchhunde für den Ernstfall eines Seuchenausbruchs zur Verfügung. Jost: „Wir wollen künftig noch weitere Hunde dafür ausbilden.“

Sachsen

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Sachsen-Anhalt

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Schleswig-Holstein

Weit über 25 Gespanne sind auch in diesem Bundesland inzwischen fertig ausgebildet und waren bereits schon im Einsatz. 

Thüringen

Der Freistaat Thüringen wird auch in diesem Jahr eine Prämie für die Jagd auf Schwarzwild zahlen. Damit soll nach Angaben des Erfurter Landwirtschaftsministeriums die Reduzierung des Wildschweinbestandes gefördert und so das Risiko der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) verringert werden. Insgesamt stehen dafür laut dem Thüringer Agrarressort rund eine Mio. € bereit. Vorrangiges Ziel sei es, brandenburgische Verhältnisse zu vermeiden. „Wir wollen eine Einschleppung der Seuche aus Brandenburg und Sachsen unbedingt verzögern und am besten verhindern“, erklärte Landwirtschaftsminister Prof. Benjamin-Immanuel Hoff. Mit den im Rahmen der Förderrichtlinie zur Verfügung stehenden Mitteln wollen die Landesregierung die heimischen Jäger bei ihrem Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest unterstützen. Die „Förderrichtlinie zur Unterstützung der Jagdausübungsberechtigten und Jagdhundeführer bei der Durchführung vorbeugender Jagdmaßnahmen gegen den Eintrag der ASP nach Thüringen“ sieht eine Aufwandspauschale in Höhe von 25 € pro Tier vor. Diese soll Jägern und Jagdhundeführern sowohl für die Erlegung von Schwarzwild als auch für Treib- oder Drückjagden mit Hunden gewährt werden.